Kommentar der CESI zum EU Kommissionsvorschlag zur Mutterschutzrichtlinie

Zu der von der EU-Kommission vorgelegten neuen Mutterschutzrichtlinie erklären der Generalsekretär der CESI, Helmut Müllers, und die Vorsitzende der CESI Fachkommission FEMM, Kirsten Lühmann: „Die von der EU Kommission vorgelegte Mutterschutzrichtlinie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum sozialen Europa.

Insbesondere ist die Ausweitung der Mutterschutzfrist von 14 auf 18 Wochen zu begrüßen. Sie dient nicht nur der Gesundheit der Frauen sondern sie erleichtert auch die Vereinbarkeit von Familie und Berufstätigkeit. Die neue Flexibilität, die die Richtlinie den Müttern einräumt, verbessert die Situation der erwerbstätigen Frauen in Europa deutlich. Künftig können Mütter weitgehend selbst bestimmen, wie sie die Mutterschutzzeit auf die Zeit vor und nach der Geburt verteilen. So ist es nun unter anderem möglich, die Erwerbstätigkeit bis kurz vor die Geburt auszuweiten, um dann die „ersparte Zeit“ mit dem Kind nach der Geburt zu verbringen. Auch die finanzielle Sicherung des Mutterschutzes, die sich in der Höhe zukünftig am Gehalt der Mutter orientieren soll, stellt ebenso wie der erweiterte Kündigungsschutz für Mütter eine echte Verbesserung dar.

Die Proteste von Arbeitgeberseite sind verständlich aber nicht sachgerecht. Gerade die demographische Herausforderung, die den Arbeitsmarkt trifft, verlangt nach qualifizierten, aber auch motivierten Frauen. Voraussetzung dafür ist aber die Möglichkeit, Beruf und Familie in Einklang bringen zu können. Hierfür kann die neue Richtlinie einen wertvollen Beitrag leisten.

Nun kommt es darauf an, die Vorgabe der Richtlinien in den Mitgliedsstaaten zum Wohle der Frauen in Europa schnell umzusetzen und Bedenken der Arbeitgeberseite auszuräumen.“