Protest gegen den Einsatz von Kindersoldaten Politiker sammeln „Rote Hände“

Am 12. Februar 2012 findet zum 10. Mal der internationale „Red Hand Day“, der Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten statt. 250.000 Kindersoldaten sind nach Angaben der Vereinten Nationen auf der Welt immer noch im Einsatz. Sie werden in den Kriegen der Erwachsenen in tödliche Kämpfe geschickt, müssen lebensgefährliche Botengänge übernehmen oder sexuelle Sklavendienste leisten.

Trotz des kalten Wetters kamen einige Bürger und Bürgerinnen persönlich vorbei.
Eine Lehrerin übergab rote Hände ihrer Schulklasse.

Die Aktion Rote Hand, die weltweit von vielen kirchlichen, politischen und anderen gesellschaftlich engagierten Organisationen getragen wird, funktioniert folgendermaßen: eine Hand wird mit roter Fingerfarbe eingefärbt und damit ein Abdruck auf einem Blatt Papier erstellt.

Einfach, aber sehr symbolträchtig wird so eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen Krieg und Gewalt angeregt. Die rote Hand wird unwillkürlich mit einer blutigen Hand in Verbindung gebracht. Wenn ehemalige Kindersoldaten am 12. Februar weltweit mit diesem Symbol dafür demonstrieren, dass es keine Kindersoldaten mehr geben darf, wird diese Assoziation noch eindringlicher. Bei der Aktion "Red Hand Day" geht es darum, durch das Symbol der Roten Hände das Bewusstsein für das Leid der Kindersoldaten weltweit zu schärfen, um gegen dieses Problem politisch zu kämpfen.

Deshalb werden die produzierten „Roten Hände“ schließlich an Politikerinnen und Politiker übergeben, weil sie unmittelbar aktiv werden können.

Kirsten Lühmann als Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Celle-Uelzen bat alle Bürger und Bürgerinnen, ein klares Zeichen gegen den Einsatz von Kindersoldaten zu setzen. Die „roten Hände“ konnten am Freitag, den 3. Februar, zwischen 12.00 Uhr und 15.00 Uhr im Wahlkreisbüro in der Lüneburger Str. 42 abgegeben werden. Am Samstag, den 4. Februar, fand die Aktion im Celler Büro statt. Gerne konnten dort auch direkt „rote Hände“ erstellt werden. In der kommenden Sitzungswoche des Bundestags wird Kirsten Lühmann sie ihrem Fraktionsvorsitzenden symbolisch übergeben.

Kirsten Lühmann: „Kinder haben ein Recht auf Kindheit! Deswegen ist das Ziel der Aktion, dass wir Politiker unseren Einfluss auf allen politischen Ebenen geltend machen und den Einsatz von Kindersoldaten weltweit bekämpfen und hoffentlich endlich beenden!“