„Visafreiheit für Türken – eine politische Notwendigkeit?“ – Diskussionsrunde der Deutsch-Türkischen Gesellschaft und der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe im Bundestag

Am 29. Februar fand in Berlin eine Diskussionsrunde der Deutsch-Türkischen Gesellschaft und der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe im Bundestag statt. Thema war die Frage der Visafreiheit für türkische Staatsbürger in der Europäischen Union.

Als Referenten mit dabei waren das Vorstandsmitglied der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer Bahattin Kaya, der Vorsitzende des Vereins Türkische Unternehmer und Handwerken in Berlin e.V. Hüseyin Yilmaz und die Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs, Roderich Kiesewetter, Serkan Tören und Kirsten Lühmann. Moderiert wurde die Veranstaltung von Gerd Andres.

Neben den Referenten und den zahlreichen Gästen haben auch die Kuratoriumsmitglieder Prof. Dr. Rita Süssmuth und Prof. Dr. Udo Steinbach und der Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes an der Veranstaltung im Restaurant "Piazza Rossa" teilgenommen.
Seit 1963 gibt es ein Partnerschaftsabkommen mit der Türkei. Während Staatsbürger von Serbien und Mazedonien seit 2009 ohne ein Visum in die Europäische Union einreisen können, gibt es mit der Türkei, trotz EU-Beitrittsverhandlungen, keinen visafreien Reiseverkehr. Parteiübergreifend sprach sich die Mehrheit der am vergangenen Mittwoch anwesenden Bundestagsabgeordneten deshalb für eine baldige Aufnahme von Verhandlungen und eine anschließende Aufhebung der Visapflicht aus.

"Es fehlt der sachliche Grund für eine Visapflicht. Ich bin sehr dafür, dass jetzt schnell Verhandlungen aufgenommen werden", so Kirsten Lühmann. "Sowohl für die Türkei als auch für die EU würde eine Aufhebung der Visapflicht große Vorteile haben."

Interview mit Kirsten Lühmann