Schleuse Scharnebeck muss gebaut werden – Keine Schlechterstellung von Niedersachsen!

"Die Ankündigung von Verkehrsminister Ramsauer, die neue Schleuse Scharnebeck nicht bauen zu wollen, kann ich nicht nachvollziehen," meint Kirsten Lühmann, Bundestagsabgeordnete aus Celle und Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestages. "Es ist unter Experten völlig unumstritten, dass wir mittelfristig weitaus mehr Güterverkehr auf die Binnenwasserstraßen verlagern müssen, um auch den jetzt schon dramatisch ansteigenden Seehafen-Hinterlandverkehr bewältigen zu können" fährt sie fort.

"Besonders verärgert mich in diesem Zusammenhang, dass die Entscheidung gegen Scharnebeck noch vor der Fertigstellung einer laufenden Priorisierung aller deutschen Wasserstraßen erfolgt. Darin sehe ich eine eindeutige Schlechterstellung Niedersachsens."

Lühmann fordert stattdessen, dass zunächst, wie ursprünglich geplant, die Priorisierungsliste für alle Länder erstellt wird. Danach hält sie es für wichtig, momentan nicht finanzierbare, in den nächsten Jahren jedoch in der Dringlichkeit stark zunehmende Projekte wie Scharnebeck nicht für 30 Jahre auf Eis zu legen.
Lühmann: "Es muss möglich sein, die Schleuse bei veränderten Bedingungen kurzfristig doch noch bauen zu können. Ich werde mich in dieser Sache an Minister Ramsauer wenden, damit die positive Entwicklung entlang des Elbeseitenkanals für die Region um Lüneburg, Uelzen und Wittingen sich verstetigt und nicht dem Rotstift zum Opfer fällt." Nach Ansicht Lühmanns muss ein auch vom Minister als "hoch wirtschaftlich" deklariertes Projekt auf dem Tisch bleiben und darf nicht in die unterste Schublade wandern!"