Dekanat Celle spricht sich deutlich gegen Rechts aus

Am 22. März hat der Dekanatspatoralratrat des Dekanats Celle eine Erklärung gegen Rechtsextremismus beschlossen. "Eine deutliche Positionionierung der katholischen Gemeinde." freute sich Kirsten Lühmann über die Erklärung. "Rechtsextremismus und Antisemitismus haben keinen Platz in unserer Gesellschaft und da sind wir alle in der Pflicht." Die komplette Erklärung finden Sie in dieser Meldung.

Der Dekanatspastoralrat des Dekanates Celle hat in seiner Sitzung am 22. März 2012 nachstehende Erklärung beschlossen:

Erklärung des Dekanatspastoralrates des Dekanates Celle gegen Rechtsextremismus

Fast 7 Jahrzehnte nach der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen müssen wir feststellen, dass Antisemitismus und Rechtsextremismus in unserem Land und unserer Region immer noch Raum finden.
Uns bestürzen die rechtsterroristischen Morde der vergangenen Jahre und rechtsextremistische Aktionen in verschiedenen Kommunen unseres Dekanates.

Rechtsextremismus und Antisemitismus verstoßen gegen die Gebote Gottes und unseren christlichen Glauben. Deshalb halten wir Protest und Widerstand gegen diese Weltanschauung für unsere Pflicht als Katholiken.
Unser Glaube ist ohne seine jüdischen Wurzeln nicht denkbar. Jesus und seine Jünger waren Juden. Es bleibt eine Herausforderung für unsere Verkündigung diese Wurzeln tiefer zu entdecken.
Wir glauben, dass alle Menschen nach Gottes Ebenbild geschaffen sind. Gott schenkt allen Menschen die gleiche Würde, unabhängig von ihrer Herkunft, Nationalität und Religion.

Deshalb verpflichtet uns unser christlicher Glaube
• zum Widerspruch, wenn wir rassistische Äußerungen hören,
• zum aufmerksamen Hinschauen um rechtsextremistische Übergriffe in unserem Umfeld nicht zu übersehen,
• zum Mut bei fremdenfeindlichen Angriffen Hilfe zu leisten oder herbeizurufen,
• zum Eintreten für ein friedliches Miteinander aller Menschen und Kulturen
• zum partnerschaftlichen Dialog mit anderen Religionen, insbesondere mit unseren jüdischen und muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die sich wie wir auf den Stammvater Abraham beziehen, und
• zur Bewahrung der Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.
 

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