Politik hautnah – Besuch im politischen Berlin

Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann verbrachte jüngst eine Gruppe von vierzig politisch interessierten Bürgern und Bürgerinnen aus den Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg drei informative Tage in Berlin. Unter anderem standen das Ministerium für Bildung und Forschung und das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf dem Programm.

Nach grundsätzlichen Informationen über die Arbeitsbereiche und den Aufbau der Ministerien beantworteten die Referenten auch Fragen über die Gesetzesvorhaben des Bundestages, die von den Ministerien umzusetzen sind. Den Teilnehmenden wurde von den sehr sachkundigen Referenten unter anderem deutlich gemacht, dass es sich in den Zeiten des demografischen Wandels in beiden Fällen um Schlüsselministerien handelt, was die Entwicklung unserer Gesellschaft angeht.

Am zweiten Tag der Informationsfahrt setzten sich die Teilnehmenden mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Sie besichtigten die Gedenkstätte Deutscher Widerstand und konnten ihre Kenntnisse über die Widerstandsgruppen um Graf Stauffenberg und deren Motivation, sich gegen Hitler zu wenden, auffrischen. Bei der unmittelbar folgenden mehrstündigen Stadtrundfahrt konnten diese Informationen über das historische und politische Berlin weiter vertieft werden.

In einem Vortrag mit Besichtigung des Plenarsaales im Reichstagsgebäude erfuhren die politisch Interessierten viel Neues über die Arbeit des Parlamentes.
Die neuen Informationen anwenden und viele politische Fragen stellen konnten die Bürger und Bürgerinnen dann am letzten Tag ihrer Reise im Dialog mit der Abgeordneten Kirsten Lühmann. Diese reichten von der Schilderung einer "typischen" Arbeitswoche einer Abgeordneten bis zur Diskussion um aktuelle Wahlkreisthemen, von der Schleuse Scharnebeck bis zur offenen Endlagerproblematik für Atommüll.

Als weiteren und letzten Schwerpunkt der Infofahrt erfuhren die Teilnehmenden im Potsdam-Museum, wie dieses als Gefängnis des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes der DDR genutzt wurde, mit dem Ziel, die Persönlichkeit der inhafterten Oppositionellen systematisch zu brechen, um ein gescheitertes System am Leben zu erhalten.

Etwas erschöpft, aber gut informiert und angeregt, die Eindrücke weiter zu verarbeiten, trat die Gruppe anschließend die Rückreise an.