Politische Informationen aus erster Hand

Auf Einladung der Uelzener Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann verbrachten 48 politisch interessierte Bürger und Bürgerinnen Anfang Mai drei informative Tage in Berlin.

Auf dem vom Bundespresseamt organisierten Programm des ersten Tages stand ein Besuch des Bahntowers. Die Teilnehmenden nutzten das Gespräch mit einem Referenten der Deutschen Bahn AG, um sehr intensiv und durchaus kontrovers über Themenfelder wie Börsengang, Verspätungen und Servicequalität zu diskutieren.
Ein Besuch des Kanzleramtes schloss sich an, wo zwei sehr engagierte Mitarbeitende ein lebendiges Bild des wechselnden Ablaufes von Staatsbesuchen, Kabinettsrunden und "Alltag" für die Kanzlerin und ihr Team zeichneten.
Im Ministerium für Bildung und Forschung bekam die Gruppe Infos über die Aufgaben und Aufbau des Ministeriums und in der Diskussion im Anschluss bissen sich die Teilnehmer am Thema "Kulturhoheit der Länder" fest.

Ein Höhepunkt der Informationsreise war das Gespräch mit Kirsten Lühmann über ihre Arbeit in den Ausschüssen und über die aktuellen politischen Themen im Wahlkreis von Autobahn 39 bis zum Problem der Hähnchenmastställe. Kirsten Lühmann schilderte den ständigen Wechsel zwischen Wahlkreis und Berlin, der wenig Zeit für Privatleben lässt.

Beim Besuch des Holocaust-Mahnmals und im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors wurde die Besuchergruppe mit den Verbrechen der Nationalsozialisten und dem perfide organisierten Massenmord unter dem Terrorregime der SS von Heinrich Himmler konfrontiert. Die Erschütterung durch die sehr sachkundige Erläuterung der dokumentierten Untaten war den Besuchern deutlich anzumerken.

Zur Begegnung mit der jüngeren Diktatur auf deutschem Boden besichtigte die Gruppe die im Volksmund wegen der dramatischen Abschiedsszenen "Tränenpalast" genannte Vorhalle des Bahnhofes Friedrichstraße, die für Zugreisende häufig der Ausreisebahnhof aus der DDR war. Viele verabschiedeten sich hier von ihren nächsten Angehörigen ohne konkrete Aussicht auf ein Wiedersehen.

Etwas erschöpft, aber gut informiert und angeregt, die Eindrücke weiter zu verarbeiten, trat die Gruppe anschließend die Rückreise an.