Kirsten Lühmann und Sylvia Meier werben für Organspende

Am Sonntag, 24. Juni, fand im Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen ein weiterer „Markt der unterschiedlichen Lebenswelten“ statt. Dieses Mal standen die Fachvorträge, Vorführungen und Infostände unter dem Motto: „Gesundheit und Bewegung“.

An zahlreichen Ständen informierten Selbsthilfegruppen, Sportvereine, Kunsthandwerker, soziale Vereinigungen, Feuerwehr und Polizei über ihre Arbeit und präsentierten Möglichkeiten, durch sportliche Betätigungen Erkrankungen vorzubeugen und sich aktiv in unsere Gesellschaft einzubringen.

Kirsten Lühmann als Bundestagsabgeordnete und Sylvia Meier als Landtagskandidatin nahmen den jüngsten fraktionsübergreifenden Bundestagsbeschluss zur Organspende zum Anlass, die Besucher des Marktes anzuregen, sich mit diesem gerade viel diskutierten Thema auseinanderzusetzen. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit gern, sich über die neuen Regelungen genauer zu informieren, aber auch um ihre Bedenken und Befürchtungen zu äußern.

Beide Politikerinnen konnten diese Unsicherheit auch aus dem eigenen Entscheidungsprozess sehr gut nachvollziehen und versuchten, ihre letztlich ausschlaggebenden Argumente für die positive Entscheidung zugunsten einer Organspende deutlich zu machen.

„Mir ist besonders wichtig, dass jede und jeder sich die Situation vor Augen führt, wie es ist, dringend ein Spenderorgan zu benötigen, aber auf unabsehbare Zeit auf einer Warteliste zu landen, weil nicht genügend Organe zur Verfügung stehen,“ äußerte Sylvia Meier.

Dazu passte die Reaktion einer Besucherin, die sich über die Aktion der beiden Politikerinnen begeistert zeigte. Sie erzählte, dass sie seit 5 Jahren auf eine Spenderniere wartete und schilderte, welche Umstände und Belastungen die unumgängliche Dialyse für sie bedeutet.

„Wenn ich mit solchen persönlichen Schicksalen konfrontiert werde, merke ich, wie wichtig die Information ist. Umfragen ergeben, dass 70% aller Befragten ihre Bereitschaft zur Organspende erklären, aber nur 25% den dafür notwendigen Organspendeausweis ausgefüllt bei sich tragen. Das möchte ich ändern helfen“ ergänzte Kirsten Lühmann.

Die Entscheidung zur Organspende ohne Vorbereitung den Angehörigen zu überlassen, fanden übrigens alle am Sonntag Angesprochenen außerordentlich unglücklich.
Viele nahmen Organspendeausweiskärtchen und Informationsblätter zunächst mit nach Hause, um sich dort erstmalig und in aller Ruhe mit ihren Angehörigen über das Thema zu unterhalten.

„In diesem Zusammenhang finde ich gut und wichtig, dass auf dem Spenderausweis auch angekreuzt werden kann, dass man sich gegen jede Organspende entscheidet oder bestimmte Organe von der Spende ausschließen kann,“ findet Lühmann, „so trifft man die Entscheidung selbst und bürdet sie nicht den Angehörigen auf!“ Eine einmal getroffene Festlegung kann übrigens jederzeit geändert werden, einfach durch Vernichten des Ausweises und gegebenenfalls Ausfüllen einer neuen Karte.
„Damit haben wir unser Ziel schon erreicht,“ befand Lühmann, „die Entscheidung für oder gegen die Organspende und das Mitführen des entsprechenden Ausweises helfen Kranken, Ärzten und Angehörigen gleichermaßen.“