Gleiche Sicherheitsstandards für Autos auf europäischen Straßen

„Es ist gut, dass der ‚Fahrzeug-TÜV‘ zukünftig in der EU nach einheitlichen Standards erfolgen soll“, so Kirsten Lühmann, stellvertretende verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion.

Mit ihren Vorschlägen für mehr Sicherheit auf der Straße hat die EU-Kommission einen Plan zur EU-weiten Harmonisierung von Prüfinhalten und Prüfmethoden der KfZ-Hauptuntersuchung vorgelegt. Künftig sollen also z.B. rumänische Fahrzeuge für die Zulassung im Straßenverkehr dieselben Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen wie deutsche. „Da Deutschland ein hohes Aufkommen an Transitverkehr hat, bedeutet das auch mehr Sicherheit für den Verkehr auf unseren Straßen. Das kann uns dem Ziel, die Anzahl der Verkehrstoten bis 2020 zu halbieren, ein gutes Stück näher bringen“, so Lühmann.

Wichtig sei, dass die hohen Standards, die in Deutschland für die Verkehrssicherheit gälten, nicht abgesenkt würden. Lühmann plädiert dafür, am bewährten deutschen System festzuhalten, die Hauptuntersuchungen von den berechtigten Prüfstellen durchführen zu lassen.

Fraglich sei aber, ob eine jährliche Überprüfung von Altfahrzeugen (ab 7 Jahre bzw. 160.000 km Laufleistung) sinnvoll sei. „Hier muss eingehend geprüft werden, ob dem zusätzlichen Aufwand und den Kosten, die den betroffenen Fahrzeughaltern entstehen würden, tatsächlich ein Gewinn an Verkehrssicherheit gegenübersteht“, so Lühmann. Immerhin wäre bundesweit die Hälfte aller PKW betroffen und gerade Geringverdiener führen in der Regel ältere Autos.