Flüssigkeiten in Flugzeugen: Reisende brauchen Klarheit

„Klare Regelungen und eine kundenfreundliche Lösung bei der Mitnahme von Flüssigkeiten in Flugzeugen“, fordert die Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann, stellvertretende verkehrspolitische Sprecherin der SPD- Bundestagsfraktion.

„Die Verunsicherung der Flugreisenden muss umgehend beendet werden: Wir brauchen eine neue Regelung für das Flüssigkeitsverbot in Flugzeugen. Das jetzige Verbot läuft im April 2013 aus und bis jetzt ist weder eine kundenfreundliche technische Lösung für die Untersuchung von Flüssigkeiten noch eine Verlängerung des Verbotes in Sicht“, erklärt Kirsten Lühmann. Die EU-Kommission müsse jetzt zügig Vorschläge vorlegen, wie diese Sicherheitsfrage in Zukunft gelöst werden solle. Die Absichtserklärung mit den Luftfahrtverbänden sei insofern ein positives Signal, aber nur der allererster Schritt.

„Wir erwarten, dass die Vorschläge der Kommission endgültige Regelungen enthalten“, sagt Lühmann. „Eine Beendigung des Verbots ist zwar erstrebenswert. Es kann aber erst dann erfolgen, wenn technisch ausgereifte Detektoren für die Flüssigkeitskontrolle zur Verfügung stehen. Eine überhastete Einführung unausgereifter Geräte, die nur Teilkontrollen durchführen können, ist Unsinn.“

Auch komplizierte Übergangsregelungen seien nicht sinnvoll. Schon jetzt sei die Verwirrung bei den Reisenden groß. Das sei nicht nur eine Unannehmlichkeit für die Betroffenen, sondern schade auch der Branche. Reisende müssten Bescheid wissen, was sie bei der Kontrolle am Flughafen erwartet.

„Natürlich hat die Sicherheit der Flugreisenden und Beschäftigten nach wie vor oberste Priorität“, so Kirsten Lühmann. Aber die Sicherheitskontrollen müssten für die Reisenden akzeptabel sein, zügig vonstatten gehen und der finanzielle und personelle Aufwand für die Flughafenbetreiber müsse sich in einem vertretbaren Rahmen halten. „Deutschland hat sich auch im eigenen Interesse bei der Erarbeitung der Vorschläge aktiv einzubringen.“