Lühmann: Celle braucht Allerschleusen – Aktivitäten von CDU-Bundestagsabgeordnetem schaden der Region

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel aus dem Heidekreis spricht sich bei Staatssekretär Ferlemann gegen den Erhalt der Allerschleusen aus. Damit agiert er gegen den pateiübergreifenden Konsens in unserer Region.

„Es kann nicht sein, dass sich in Celle die kommunalen Gremien und Verantwortlichen – vom Oberbürgermeister bis zum Landrat – in Gesprächen mit einem Staatssekretär diesen von der Wichtigkeit der Durchgängigkeit der Aller für den Tourismus unserer Region überzeugen und gleichzeitig ein CDU-Abgeordneter einem anderen Staatssekretär genau das Gegenteil erzählt,“ meint die Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann. „Das ist unprofessionell und schmälert unsere Chancen erheblich. Herr Otte muss seinen Parteikollegen zur Raison rufen, bevor noch mehr Schaden entsteht!“

Die Allerregion kann vielfältig von den Menschen genutzt werden – auf dem Wasser und neben dem Wasser – muskelgetrieben oder motorgetrieben. Der Ausflugsverkehr auf der Aller, ob mit Ausflugschiffen oder privaten Motorbooten, ist wichtig für die Wirtschaft, den Tourismus, die städtebauliche Entwicklung und somit nicht zuletzt auch für die Menschen vor Ort. „Für die Aufwertung des Celler Hafens ist die Aktion des CDU-Bundestagsabgeordneten ein herber Rückschritt und ein Schlag in das Gesicht vieler Akteure, die sich seit langem darum bemühen, den Tourismus in der Region zu fördern,“ stellt Annette von Pogrell, die Landtagskandidatin der SPD Stadt Celle fest.

Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden im Celler Kreistag, Maximilian Schmidt, ist das unabgestimmte Vorgehen Grindels und Ottes ein Beleg für das Chaos in der CDU Bundestagsfraktion: „Während der CDU-Abgeordnete hier den Retter der Aller mimt, kämpft sein direkter Nachbarkollege genau in die andere Richtung. In der Konsequenz werden die Anrainerkommunen der Aller im Stich gelassen. Wir haben über Monate Gespräche geführt, um entlang der gesamten Aller bis Verden die Kommunen mit ins Boot zu holen. Obendrein wollten wir kommunales Geld mit einbringen – diese Bemühungen sind so natürlich für die Katz‘! Die motorbetriebene Allerschifffahrt ist touristisch aber enorm wichtig – gerade auch für meine Heimatgemeinde Winsen,“ sagt Schmidt.

Die Erhaltung der Allerschleusen wurde sowohl vom Land Niedersachsen als auch von den betroffenen Kommunen als so wichtig eingeschätzt, dass sie trotz klammer Haushalte dafür insgesamt 5 Millionen Euro zur Verfügung stellen wollen, um der Bundesregierung ihre Entscheidung zur Restfinanzierung des Bauprojektes zu erleichtern. Hierbei ziehen alle Akteure parteiübergreifend an einem Strang. „Ich bin zuversichtlich, dass Herr Otte auch seinen Parteikollegen Grindel von dieser Gemeinschaftsaufgabe für die Zukunftsfähigkeit der Region überzeugen kann,“ so Lühmann abschließend.