Lühmann begrüßt Ausbau des Raumfahrtstandortes Trauen in Millionenhöhe

„Ich freue mich sehr über die Stärkung des Forschungs- und Wirtschaftstandorts Trauen“, so Kirsten Lühmann, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Celle/Uelzen anlässlich der Entscheidung, den Raumfahrtstandort Trauen auszubauen.

Auf der Internationalen Luftfahrtausstellung 2012 (ILA) in Berlin traf Lühmann den Niedersächsischen Wirtschaftsminister Jörg Bode, den Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Prof. Johan-Dietrich Wörner, sowie Dr. Michael Menking, Direktor Orbitalsysteme und Weltraumerforschung bei Astrium, und Dr. Andreas Rohne, Direktor für Antriebe und Equipment bei Astrium, die ein Memorandum of Understanding zum Ausbau des Raumfahrtstandortes Trauen unterzeichneten. „Mit dem Standort Trauen öffnen wir in Niedersachsen ein neues Kapitel in der Raumfahrt. Während am Forschungsflughafen Braunschweig eher die Anwenderseite im Vordergrund steht, können wir hier ein Testzentrum für die Hersteller und die Forschung aufbauen. Das wird auch für die eher strukturschwache Region einen enormen wirtschaftlichen Auftrieb mit sich bringen“, erklärte der Minister in Berlin.

In Trauen, im Landkreis Celle gelegen, besteht seit über 80 Jahren ein Testgelände zur Erprobung von Raketentriebwerken mit entsprechenden Prüfständen. Anfang der 1960er Jahre begann die Nutzung des Standortes im Rahmen der ersten europäischen Raumfahrtprogramme. Derzeit nutzt die Astrium den Standort zur Herstellung von Komponenten für Höhenforschungsraketen TEXUS und MAXUS sowie des U-Boot-Rettungssystems RESUS.

„Der DLR Standort Trauen soll zukünftig wieder verstärkt in das Netz der luft- und raumfahrttechnischen Testanlagen in Deutschland eingebunden werden“, erklärte der DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Johann-Dietrich Wörner. „Einen Schwerpunkt wird dabei die Oberstufentechnologie für europäische Trägerraketen bilden, aber auch fortschrittliche Kleintriebwerke für Satelliten und Raumsonden sollen hier getestet werden.“

Hierzu wird die Infrastruktur des Standorts umfassend erneuert und erweitert, auch mit finanzieller Unterstützung des Landes Niedersachsen. Ziel ist es, Trauen auch für die Ansiedlung von Industriebetrieben im Umfeld der Luft- und Raumfahrttechnik interessant zu machen und damit einen Beitrag zur strukturellen Stärkung von Gemeinde und Region zu leisten. Hierfür investiert das Land Niedersachsen 2,7 Mio. Euro, die Partner DLR und Astrium geben in einem ersten Schritt rd. 8 Mio. Euro dazu.

„Die Förderung des Luft- und Raumfahrtstandortes Trauen durch das Land Niedersachsen ist elementare Voraussetzung, um zusammen mit dem Partner DLR nationale und insbesondere internationale Projekte am Standort durchführen zu können,“ sagten Dr. Michael Menking und Dr. Andreas Rohne von Astrium übereinstimmend. „Die Verbesserung der Forschungs- und Industrie-Infrastruktur ist ein äußerst wichtiger Beitrag zur Stärkung des Standortes für neue Anwendungen im Bereich von Trägersystementwicklungen, Landesysteme für planetare Missionen und umweltfreundliche Antriebssysteme. Das Hauptgeschäftsfeld von Astrium in Trauen, das Rettungssystem RESUS für U-Boote, bleibt unbenommen weiterhin Kernaufgabe.“