Demographischer Wandel: Herausforderungen für den Landkreis Celle

Am Dienstag, den 9. Oktober, veranstaltete die Friedrich-Ebert-Stiftung eine Podiumsdiskussion unter dem Titel: "Demographischer Wandel: Herausforderungen für den Landkreis Celle". Im Ludwig-Harms-Haus in Hermannsburg diskutierten Johannes Grabbe, Vertreter des DGB Niedersachsen bei der Demografieagentur für die niedersächsische Wirtschaft, Michael Wilkens, der Leiter der Geschäftsstelle der IHK Celle, und Kirsten Lühmann. Die Moderation und das Einführungsreferat übernahm Maximilian Schmidt.

Begrüßt wurden die 100 Gäste von Franziska Schröter vom niedersächsischen Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung. Neben einer Bestandsaufnahme standen in der Diskussion insbesondere die zukünftigen Handlungsoptionen im Mittelpunkt.
So wird die Bevölkerung im Landkreis Celle durch den demographischen Wandel bis zum Jahr 2030 um 6% abnehmen, mehr als die Hälfte aller Einwohner wird dann älter als 51 Jahre sein. Dieser Bevölkerungsrückgang trifft insbesondere den Norden des Landkreises Celle, der Abzug der britischen Streitkräfte verschärft die Probleme, die sich daraus ergeben, weiter.

Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass gemeinsames Handeln dringend erforderlich ist um dem Strukturwandel zu begegnen. Es wird darauf ankommen intelligente Lösungen zu entwickeln, um die Zukunftsfähigkeit von Arbeit, Bildung und öffentlicher Daseinsvorsorge zu sichern. Beispielsweise durch das Internet bieten sich dabei ganz neue Handlungsoptionen. So gibt es schon heute intelligente Mitfahrzentralen. Diese können Möglichkeiten und Perspektiven für neue Konzepte des Öffentlichen Personennahverkehrs eröffnen.

"Die Probleme, die sich durch den demographischen Wandel ergeben, können wir nur gemeinsam lösen. Dieser Dialog war ein wichtiger Schritt ", so Kirsten Lühmann. "Aber eine umfassende Strategie kann nicht auf einer Veranstaltung erarbeitet werden, sie braucht Zeit und die Mitwirkung möglichst aller Akteure. Deswegen freue ich mich auf die Fortsetzung."