Heimat Heide: SPD will sich gemeinsam für stärkere Unterstützung der Region durch das Land einsetzen

Auf dem Heidschnuckenhof von Carl Wilhelm Kuhlmann in Niederohe kam es am Donnerstag zu einem ganz besonderen Zusammentreffen: Gemeinsam besuchten Sozialministerkandidatin Cornelia Rundt aus Walsrode, der örtliche SPD-Landtagskandidat Maximilian Schmidt, seine Kandidatenkollegin Sylvia Meier aus Uelzen, Faßbergs Vize-Bürgermeister Kay Peters und die SPD-Bundestagsabgeordnete für Celle und Uelzen, Kirsten Lühmann, den Hof und informierten sich bei Züchter Kuhlmann und seiner Frau.

v.l.n.r.: Heidschnuckenzüchter Carl Wilhelm Kuhlmann, SPD-Landtagskandidatin Sylvia Meier, Faßbergs Vize-Bürgermeister Kay Peters, Ministerkandidatin Cornelia Rundt, SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann, SPD-Landtagskandidat Maximilian Schmidt

Der Hof umfasst eine Fläche von rund 700 Hektaren, ein Großteil wird durch die über 600 Tiere starke Schnuckenherde bewirtschaftet. „Die Heidschnucken sind nicht nur ein traditionelles Symbol für unsere Heide-Region – sie sind auch ein wesentlicher Garant für die Pflege dieser einmaligen Kulturlandschaft. Und ohne die Heide wäre der Raum auch für den Tourismus kaum vorstellbar. Deswegen ist es wichtig, dass wir die Landschaftspflege durch Schnuckenzucht als Land und Landkreis weiter unterstützen!“, waren sich die Teilnehmer einig.

Das Treffen war indes nicht nur ein Ausflug in die Heide – es ging um mehr hier im Dreieck zwischen Celle, Uelzen und dem Heidekreis: Die SPD-Politiker trafen sich auch, um sich gemeinsam über die künftige Landespolitik abzustimmen. Schließlich soll mit Cornelia Rundt aus Walsrode die künftige Sozialministerin mit am Kabinettstisch sitzen – und Maximilian Schmidt und Sylvia Meier wollen die Region im Landtag vertreten. „Wir setzen auf eine starke und effektive Zusammenarbeit. Schließlich stehen wir in der Region vor gleichen Herausforderungen: Wir werden in den kommenden Jahren stark vom Bevölkerungsrückgang betroffen sein – stärker als der Rest Niedersachsens. Im Landkreis Celle kommt erschwerend der Britenabzug hinzu.“, so Schmidt. Während in den letzten Jahren das Geld vor allem in die bevölkerungsstarken Kreise im Westen des Landes geflossen sei, fordern die SPD-Politiker: „Ohne Unterstützung durch das Land werden wir die wichtigen Zukunftsinvestitionen nicht schaffen. Jetzt ist die Heide dran!“

Die folgenden Themen sind dabei für die SPD von besonderer Bedeutung als ein „Heide-Plan“ für die kommenden Jahre:

  • Die Steigerung der Familienfreundlichkeit im ländlichen Raum durch Investitionen in die Versorgung mit Krippenplätzen.
  • Eine Stärkung der Schulangebote im ländlichen Raum durch eine Änderung der Schulgesetzgebung und Förderung von Gesamtschulen.
  • Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum durch die Verbesserung der Haus- und Facharztsituation und eine Sicherung der regionalen Krankenhausstandorte.
  • Eine stärkere Förderung von Sport und Ehrenamt – beides sind Garanten des gesellschaftlichen Miteinanders im ländlichen Raum.
  • Eine Förderung auch des straßengebundenen ÖPNVs und die Unterstützung von überregionalen Verkehrsverbünden, damit ländliche Regionen nicht von den Ballungsräumen abgehängt werden.
  • Eine Landwirtschaftspolitik, die Steuerungsmechanismen für die Kommunen verbessert, wenn es um den Bau von landwirtschaftlichen Produktions- und Energieerzeugungsanlagen geht.
  • Eine Neuausrichtung des kommunalen Finanzausgleichs durch die Einführung eines demografischen Faktors, der unsere Region besonders berücksichtigt.
  • Eine Reform der Landesverwaltung mit Landesbeauftragten, die zur Unterstützung der Kommunen in der Region im Land tätig werden.

Eine effektive Politik für die Heide verlange, außerhalb vom „Tunnelblick“ der politischen Ebenen zu denken und zu arbeiten: „Die Herausforderungen der kommenden Jahre müssen durch ein konzertiertes Handeln aller politischen Ebenen bewältigt werden – ob nun Europa-, Bundes-, Landes- oder Kommunalpolitik. Deswegen arbeiten wir zusammen über Kreisgrenzen hinweg. Diese Abstimmung werden wir regelmäßig fortsetzen – im Interesse unserer Heimat Heide!“, so die Uelzener Kandidatin Sylvia Meier.