Lohn endlich geschlechtsunabhängig! – „Stell‘ dir vor, es ist „Equal-Pay-Day“ – und keine geht hin!“

Ich stelle mir das immer wieder gerne vor: es steckt eine Einladung zur Silvesterfeier zum Beispiel der katholischen Frauenvereinigung im Briefkasten und da steht drauf "übrigens fällt unsere diesjährige Aktion zum Equal-Pay-Day aus, da erstmals Frauen zum Jahresanfang bereits das gleiche verdienen wie Männer. Wir stoßen heute Abend auch darauf gleich mit an." Das wäre mal eine echte Errungenschaft!

Aber was das angeht, bleiben wir in Europa auf dem Stand eines europäischen Entwicklungslandes, fürchte ich. Der diesjährige Equal-Pay-Day ist am 21. März und damit nur hauchdünn früher als im letzten Jahr. Frauen bei uns verdienen immer noch etwa 22% weniger als Männer in den gleichen Positionen!
Den flotten Sprüchen der zuständigen Ministerinnen, von von der Leyen bis Schröder folgten bei Abstimmungen über echte Verbesserungen immer ernüchternde Enttäuschungen. So haben wir beispielsweise ein Entgeltgleichheitsgesetz eingebracht, das echte Verbesserungen gebracht hätte, aber das wurde auch von den Frauen der Regierungsfraktionen abgelehnt, denen in dieser Frage der "Rock offenbar näher hing als die Hose".
Wir fordern einen Mindestlohn von 8,50 Euro, weil Frauen in diesem Lohnsegment besonders stark vertreten sind, eine Frauenquote für Vorstände und Aufsichtsräte, Reformen bei Minijobs und Ehegattensplitting, Verbesserung der Rückkehrmöglichkeiten aus Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigung, um nur einiges zu nennen.
Die schwarzgelben Regierungswespen sind stachellos geblieben – wir Frauen brauchen endlich eine andere Bundesregierung, die die Gleichberechtigung wirklich will und entschlossen durchsetzt!