Gedenken zum 68. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen

Am 15. April war der 68. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen. Am Sonntag, den 21. April, fanden mehrere Gedenkveranstaltungen statt.

Die Veranstaltung auf Einladung des Landesverbands der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen, der Niedersächsischen Landesregierung und der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten begann um 10:30 Uhr auf dem Kriegsgefangenenfriedhof Bergen-Belsen in Hörsten mit einer Kranzniederlegung und einer Lesung. Von 1941 bis 1945 sind dort über 19.850 sowjetische Kriegsgefangene in Massengräbern bestattet worden.
Später wurden Tontafeln niedergelegt, auf denen Jugendliche eines internationalen Camps die Namen sowie Geburts- und Todestag der auf dem Gelände Bestatteten geschrieben hatten. So wurde aus einer anonymen Zahl konkrete Schicksale und die einzelnen Toten bekamen ihre Namen und damit ihre Würde zurück.

Um 11:00 Uhr begann dann die Gedenkfeier am Obelisken. Nach einem Grußwort von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt und einer Ansprache der Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts im Ruhestand Prof. Dr. Jutta Limbach, gedachten die Anwesenden am polnischen und jüdischen Mahnmal der Toten. Im Konzentrationslager in Bergen-Belsen kamen zwischen 1941 und 1945 mehr als 70.000 Menschen um.

"Es geht bei diesem Gedenken nicht nur um die Erinnerung an das Leid und die Toten. Mir ist genausowichtig, immer wieder klar zu machen, wie zerbrechlich unsere "zivilisierte Kultur" ist und wie einfach es ist, die Unmenschlichkeit zum Vorschein zu bringen. Das zu verhindern ist eine Aufgabe, die nie zu Ende ist," so Kirsten Lühmann.

Weitere Informationen zur Gedenkstätte in Bergen-Belsen finden Sie auf bergen-belsen.stiftung-ng.de.

Weitere Fotos finden Sie im Flickr-Album.