Inklusion: Ulla Schmidt zu Gast in Celle

Am letzten Sonntag war die ehemalige SPD-Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt zu Besuch in Celle. Schmidt, die gleichzeitig auch Bundesvorsitzende der Lebenshilfe ist, folgte damit einer Einladung der Celler Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann (SPD).

Bei dem gemeinsamen Besuch der Feier zum 20 jährigen Jubiläum des Geburtshaus in Celle konnte Schmidt sich überzeugen, welche praktischen Ergebnisse ihre damalige Politik vorzuweisen hat: In Celle konnte sich das Geburtshaus etablieren und bietet Eltern nun eine zusätzliche Wahl neben der Entbindung im Krankenhaus oder der Hausgeburt.

Die ehemalige Ministerin dankte den anwesenden Hebammen und den ehrenamtlichen Helferinnen des Fördervereins für ihren Mut und ihr Durchhaltevermögen auch in schwierigen Zeiten.

Bei dem Sommerfest der SPD Altstadt-Blumlage-Altencelle nutzte Ulla Schmidt die Gelegenheit zu einem fachlichen Austausch mit dem ebenfalls anwesenden SPD-Landtagsabgeordneten Maximilian Schmidt und Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende, sowie Vertretern von Deutschem Roten Kreuz und Sophien-Stift und den anwesenden Bürgern und Bürgerinnen.

Abschließend folgte ein Fachgespräch zum Thema Inklusion in der Arbeitswelt im Lisa-Korspeter-Haus am Großen Plan. Die dort geladenen Gäste aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Sozialverbänden erörterten die Frage, wie man Unternehmen dazu bewegen kann, mehr Menschen mit Behinderungen auszubilden und einzustellen.

"Inklusion ist eine Aufgabe und ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft und sollte daher auch aus ihrer Mitte heraus gestaltet werden. Es bringt uns nicht weiter, wenn dieses Thema nur den Verbände der Betroffenen überlassen wird nach dem Motto: Da sollen die sich alleine darum kümmern!" stelle Ulla Schmidt anschließend fest.

"Wichtig bei dem Teilhabegesetz, das wir dringend im Bundestag diskutieren müssen, ist die Berücksichtigung aller Bedürfnisse. Die Menschen, die aus einer Werkstatt in den ersten Arbeitsmarkt wechseln, dürfen dadurch keine Nachteile erleiden und auch die Arbeit gebenden müssen eine Beratung und Begleitung erhalten." fasst Kirsten Lühmann den Arbeitsauftrag zusammen, der aus der Runde der Fachleute an die Politik herangetragen wurde.