Erfolg der ‚Grünen Oasen‘ – 30 Jahre Bundeskleingartengesetz

„Die Möglichkeit zur naturnahen Erholung inmitten oder am Rande der Stadt, der Anbau von eigenem Obst und Gemüse, die Beschäftigung mit ökologischen Themen und die Geselligkeit des Vereinslebens machen Kleingärten bis heute attraktiv. Die Kleingärtnervereine in der Region sind beliebt und lebendig und blicken auf eine 100-jährige Tradition zurück“, sagt Kirsten Lühmann.

Vor 30 Jahren trat das Bundeskleingartengesetz in Kraft. Es bildet den gesetzlichen Rahmen für die Millionen deutscher Kleingärten, die wichtige soziale, ökologische und städtebauliche Funktionen haben. „Die Kinder können toben und sich frei entfalten, auch wenn Papa und Mama keine Großverdiener sind. Das ist wichtig. Auch Pensionäre mit eigenen Garten fallen nicht in ein Loch, denn hier gibt es immer was zu tun. Die Möglichkeit zur naturnahen Erholung inmitten oder am Rande der Stadt, der Anbau von eigenem Obst und Gemüse, die Beschäftigung mit ökologischen Themen und die Geselligkeit des Vereinslebens – all das macht die Kleingärten für alle Generationen bis heute attraktiv,“ so Lühmann.

Es lohnt sich, diese Erfolgsgeschichte weiter zu unterstützen. In einigen Regionen Deutschland leidet das Kleingartenwesen unter dem demographischen Wandel, in einigen Städten werden sie zugunsten der Stadtentwicklung einfach geschlossen. Hier müssen wir gemeinsam an individuellen Lösungen arbeiten.

Kleingärten bieten weitere Möglichkeiten: Bundesweite Projekte unter dem Namen „Schmecken, riechen, verstehen“ fördern den Umgang mit der Natur in den Schulen und bieten praktische Übung an: „In einer Schule in unserer Region gab es eine Zeitlang ein sehr engagiertes Gartenprojekt. Es wurde von einem Facharbeiter ideenreich betreut. Er hat z.B. Insektenhotels gebastelt oder eine Staudenpflanzenbörse organisiert und damit das Sommerfest finanziert. Die Kinder dieser Schule lernen, säen, pflegen, Unkraut bekämpfen, ernten und vermarkten. Das hat den kleinen Kleingärtnern große Freude gemacht. Eine tolle Idee, ein voller Erfolg. Fazit: Für die Kleingärten muss sich die Politik auch in Zukunft einsetzen.“