Breitbandausbau im Landkreis Celle

Maßgeblich für den Ausbau der Breitbandinfrastruktur im ländlichen Raum ist neben den Telekommunikationsunternehmen auch die öffentliche Hand, da waren sich alle Podiumsteilnehmenden einig.

Wo der Markt aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit keine Lösungen bietet, muss der Staat einspringen. Doch dies kann angesichts der immensen Kosten und auch der Bauzeiten dauern. Erste spürbare Veränderungen wären dann erst Jahre später möglich. Um die Wartezeit zu überbrücken, forderte Kirsten Lühmann eine gemeinsame Strategie von politischen und Wirtschaftsakteuren. "Was wir jetzt brauchen ist ein abgestimmter Fahrplan, wie wir schnelles Internet zeitnah auch in die Fläche des Landkreis Celle bringen können", so Lühmann in ihrer Eröffnungsrede, "Das ist nicht nur erforderlich für die Firmen in unserer Region, die ohne vernünftige Internetanbindung in die größeren Städte abwandern, sondern auch für die Familien, die hier leben wollen."

Lars Klingbeil machte hier die Position seiner Partei noch einmal ganz deutlich: "Für mich ist der Zugang zum schnellen Internet ein Grundrecht. Es ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge." Und der SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt fügte ergänzend hinzu:" Die Freiheit seine Meinung zu sagen oder sich informieren zu können, darf nicht vom Wohnort oder Geldbeutel abhängen." Für die technischen Fragen konkretisierte Jürgen Büttner:"Für eine optimierte Netzanbindung sofort ist ein Mischbetrieb von Glasfaser und LTE-Technologie notwendig. Grundsätzlich ist die Glasfaserleitung natürlich vorzuziehen, aber das dauert und wird auch nicht überall möglich sein".