Kirsten Lühmann will Bürger beim Projekt Y-Trasse beteiligen

„Ich unterstütze nachdrücklich den Vorschlag der Bahn, die Öffentlichkeit in das weitere Projekt „Y-Trasse“ einzubeziehen“, erklärt Kirsten Lühmann. Die stellvertretende Verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Kirsten Lühmann hat sich am Dienstag mit Ulrich Bischoping, den Konzernbevollmächtigten für das Land Niedersachsen getroffen, um mit ihm über wichtige Bahnprojekte in der Region zu sprechen. Dabei war eines der Hauptthemen die Y-Trasse.

Bischoping kündigte an, dass am 6. November 2013 die Ergebnisse der kompletten Untersuchung des Konzepts Y-Trasse einschließlich der Alternativen und aller von der Bundesregierung geforderten Nachbetrachtungen dem Bundesverkehrsminister und dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies zeitgleich vorgestellt werden. "Anschließend ist es unabdingbar, das die Vorschläge endlich öffentlich mit den Betroffenen zu diskutieren. Ich freue mich, hierbei die Unterstützung der DB AG zu haben. Und ich bin mir sicher, dass eine Bundesregierung unter Beteiligung der SPD diesen Punkt aufgreifen wird. Projekte dieser Rangordnung müssen unbedingt mit den Bürgern und Bürgerinnen fortentwickelt werden“, erklärt Kirsten Lühmann "wir müssen alle mitnehmen, sonst wird es nicht funktionieren.“
Weiteres Gesprächsthema waren die geplanten Aufmerksamkeitsfelder für Menschn mit Sehbehinderung am Bahnhof Celle. „Hier gibt es eine gute Nachricht: Ich freue mich, dass es im Rahmen des Förderprogramms „Niedersachsen ist am Zug 2“ Blindenleitstreifen in Celle eingebaut werden,“ sagt Kirsten Lühmann. Dabei sei eine Blindenleiteinrichtung in der Halle des Empfangsgebäudes unproblematisch anzubringen, mit den Blindenstreifen im Tunnel verhält es sich schon etwas schwieriger. Da wolle die Bahn aber Kontakt zur Stadt Celle und dem Blindenverband aufnehmen, um gemeinsam zu entscheiden, wo die Streifen in der Unterführung angeordnet werden sollen. „Ich bin zuversichtlich, dass sich mit den Betroffenen eine praktikable Lösung finden lässt!“, freut sich die Abgeordnete.

Schließlich ging es bei dem Gespräch auch um den barrierefreien Ausbau des Bahnhof Unterlüß. "Bei den Gespräch habe ich deutlich gemacht, dass die jetzige Baumaßnahme kaum Vorteile bietet aber durch zwei zusätzliche Stufen für viele Betroffene – sei es Personen mit Kinderwagen, Mobilitätseingeschränkte und Reisende mit viel Gepäck – mithin 90% aller Nutzenden – einen Nachteil bietet." so Lühmann weiter. Die Bahn stellte hier fest, dass die Baustelle im Rahmen dringender Maßnahmen aus Kostengründen mit erledigt wurde. "Wir brauchen hier aber dringender als vorher eine Lösung. Wenn Unterlüß mit täglich „nur“ 800 Ein- und Ausstiegen nicht unter die 1000 -er Regel fällt, bei der die Bundesregierung die Kosten übernimmt, sind andere Lösungen gefragt. Dazu müssen alle politischen Akteure an einem Strang ziehen und offen für innovative Finanzierungsmodelle sein!“