Protest gegen den Einsatz von Kindersoldaten und Rüstungsexporte – Politiker erhalten „Rote Hände“

Am 12. Februar 2014 findet zum 12. Mal der internationale "Red Hand Day", der Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten statt. Noch immer sind nach Angaben der Vereinten Nationen Hunderttausende von Kindersoldaten weltweit im Einsatz. Sie werden in den Kriegen der Erwachsenen in tödliche Kämpfe geschickt oder müssen lebensgefährliche Botengänge übernehmen.

Seit 2002 ist geltendes Völkerrecht, dass Kinder und Jugendliche keine Soldaten sein dürfen, und dass ihre Rekrutierung ein Kriegsverbrechen ist.
Die Aktion Rote Hand, die weltweit von vielen kirchlichen, politischen und anderen gesellschaftlich engagierten Organisationen getragen wird, funktioniert folgendermaßen: eine Hand wird mit roter Fingerfarbe eingefärbt und damit ein Abdruck auf einem Blatt Papier erstellt. Dem kann noch ein kurzer Wunsch an die Politiker hinzugefügt werden. Mehr Infos www.aktion-rote-hand.de.
In diesem Jahr liegt das Hauptaugenmerk der Aktion auf den von Kindersoldaten verwendeten Kleinwaffen wie Pistolen und Gewehre und deren Herkunft. "Wir haben mit die strengsten Rüstungsexportgesetze der Welt und die Ausfuhrkontrollen sind sehr streng. Aber die besten Gesetze nutzen wenig, wenn sich die Empfängerländer für deutsche Waffen nicht korrekt an die Vertragsbedingungen halten und diese Waffen in Krisenregionen weiterverkaufen," empört sich Lühmann. Den Kontrollmöglichkeiten in Drittstaaten außerhalb der EU sind enge Grenzen gesetzt. Deshalb fordert die SPD-Bundestagsfraktion gerade bei diesen Kleinwaffen noch strengere Ausfuhrregeln bezogen auf die Zuverlässigkeit der Empfängerländer. Im Koalitionsvertrag haben wir bereits eine bessere Kennzeichnung zur Nachverfolgung jeder Waffe beschlossen. Erfolgreich können alle Bemühungen jedoch letztlich nur sein, wenn auf der Ebene von EU und Vereinten Nationen gemeinsame verlässliche Vereinbarungen getroffen werden.
Kirsten Lühmann bittet als Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Celle-Uelzen alle Bürger und Bürgerinnen, ein klares Zeichen gegen den Einsatz von Kindersoldaten zu setzen. Die "roten Hände" können in den Wahlkreisbüros Lüneburger Str. 42 in Uelzen und Großer Plan 27 in Celle abgegeben werden. Alternativ liegen in ihren Wahlkreisbüros auch Unterschriftenlisten aus. In der kommenden Sitzungswoche des Bundestags wird Kirsten Lühmann sie ihrem Fraktionsvorsitzenden symbolisch übergeben.
Kirsten Lühmann: "Ziel der Aktion ist, dass wir Politiker unseren Einfluss auf allen politischen Ebenen geltend machen und den Einsatz von Kindersoldaten weltweit bekämpfen!"