Schulobstprogramm – ab 2014 auch in Niedersachsen

„Das Schulobstprogramm ist für die Gesundheit von Kindern wichtig und sinnvoll; es versorgt Grundschüler und Grundschülerinnen nicht nur mit gesunden Nahrungsprodukten aus unsere Region, sondern vermittelt ihnen darüber hinaus auch früh die Bedeutung gesunder Ernährung. Dass Niedersachsen sich aufgrund unseres Beschlusses im Bundestag an dem Programm beteiligt, freut mich ganz besonders“, sagte Kirsten Lühmann.

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Die EU Kommission hat 2013 beschlossen, die Mittel für die kostenlose Obstabgabe an Grundschulkinder zu erhöhen. Durch die Gesetzesänderung im Bundestag können die Bundesländer davon profitieren, dass die EU fortan 150 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stellt. Dadurch verringert sich der Finanzierungsanteil der Länder auf 25%.
Ab dem Schuljahr 2014/15 plant Niedersachsen als achtes Bundesland, das Programm einzuführen. Kinder in der Alterspanne von sechs bis zehn Jahren an teilnehmenden Schule werden an drei Tagen der Woche kostenlos mit einer Portion Obst- und Gemüse versorgt. Da den Kindern auch die Bedeutung gesunder Ernährung vermittelt werden soll, wird das Angebot von pädagogischen Maßnahmen, wie regelmäßigen gemeinsamen Frühstücken oder dem Ernährungsführerschein des AID Infodienstes für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz e.V. begleitet.
Umgerechnet 100.000 Kinder in 400 bis 800 Bildungseinrichtungen in Niedersachsen werden nach derzeitigem Stand versorgt werden können. In der Vergangenheit hatten viele Bundesländer eine Teilnahme aus finanziellen Gründen abgelehnt.