Stopp der tickenden Zeitbomben auf unseren Straßen – EU verabschiedet einheitliche Sicherheitsstandards

„Es ist gut, dass der ‚Fahrzeug-TÜV‘ zukünftig in der EU nach einheitlichen Standards erfolgen soll. Das EU Parlament hat am Dienstag Regeln zur EU-weiten Harmonisierung von Prüfinhalten und Prüfmethoden der KfZ-Hauptuntersuchung verabschiedet,“ erklärt Kirsten Lühmann, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagfraktion.

 Künftig sollen z.B. rumänische Fahrzeuge für die Zulassung im Straßenverkehr dieselben Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen wie deutsche. Da Deutschland ein hohes Aufkommen an Transitverkehr hat, bedeutet das auch mehr Sicherheit für den Verkehr auf unseren Straßen. „Das kann uns dem Ziel, die Anzahl der Verkehrstoten bis 2020 zu halbieren, ein gutes Stück näher bringen,“ sagt Kirsten Lühmann.

Wichtig sei, dass die hohen technischen Standards, die in Deutschland für die Verkehrssicherheit gelten, mit der neuen Regelung nicht abgesenkt werden, fügt die Abgeordnete hinzu. Für Deutschlands Autofahrer ändert sich deshalb nichts. Das ist in vielen EU – Ländern leider noch anders. So unterliegen bisher nur in jedem zweiten EU-Land Motorräder der technischen Kontrolle. Dabei gehören Motorradfahrende zu den am stärksten Gefährdeten im Straßenverkehr. In acht Prozent der Fälle sind technische Mängel die Ursache für deren Verkehrsunfälle. „Ich begrüße es, dass die regelmäßige Hauptuntersuchung europaweit auf Anhänger und Motorräder ausgedehnt werden soll,“ sagt Kirsten Lühmann.

Eine wichtige Neuerung wird die verschärfte Kontrollpflicht von LKW sein, damit defekte Bremsen und abgefahrene Reifen unsere Verkehrssicherheit nicht mehr gefährden.

Gescheitert ist der EU-Verkehrskommissar Siim Kallas mit seinen Plänen, Autos, die älter als sieben Jahre sind, jährlichen TÜV – Kontrollen zu unterziehen. „Es gibt keine wissenschaftlichen Nachweise, dass dies den Verkehr sicherer gemacht hätte“, erklärt Kirsten Lühmann „dafür wären allein auf Deutschlands Autofahrerinnen und Autofahrer jährlich Kosten in Höhe von insgesamt 630 Millionen Euro gekommen. Dieses bürokratische und teure Monster ist vom Tisch.“