Besuch beim Malteser-Notaufnahmelager in Celle-Scheunen

Celle (mhd) Beeindruckt von der Leistung der ehrenamtlichen Mitarbeiter zeigte sich Kirsten Lühmann, SPD-Bundestagsabgeordnete für Celle und Uelzen, am Freitagabend, 11. September, bei einem Besuch im Malteser-Notaufnahmelager für Flüchtlinge in Celle-Scheuen. Lühmann wurde begleitet vom Celler Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende und Stadtrat Stephan Kassel.

Kirsten Lühmann (2. von rechts) im Gespräch mit (von links): Jens Engel, Leiter des Einsatzstabes, Stabsmitglied Dr. Alexandra Jablonka und dem Celler Stadtrat Stephan Kassel; Bildquelle: Malteser
Quelle: Malteser

Lühmann ließ sich von Jens Engel, dem stellvertretenden Geschäftsführer der Malteser in der Diözese Hildesheim und Leiter des Einsatzstabes, sowie Dr. Alexandra Jablonka, Mitglied des Stabes, über das Gelände führen. „Ich finde es toll, was ehrenamtliche Mitarbeiter hier bislang geleistet haben“, lobte Lühmann, stellte aber auch klar, dass dies kein Dauerzustand bleiben könne. Man dürfe das Ehrenamt nicht überfordern, sonst leide bald die Motivation.

Jens Engel sieht das ähnlich. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der verschiedenen Hilfsdienste sind nach seinem Eindruck auch deshalb mit Feuereifer bei der Sache, weil sie im Notaufnahmelager der Malteser jenes Wissen praktisch anwenden können, das sie jahrelang theoretisch gelernt und in Übungen geprobt haben. „Ohne die Ehrenamtlichen hätten wir diese Einrichtung nicht zum Laufen gebracht“, glaubt der Stabsleiter. Doch in den nächsten Wochen müsse die Verantwortung allmählich auf hauptamtliche Kräfte übergehen. Tatsächlich stellen die Malteser in der Diözese Hildesheim Mitarbeiter für den dauerhaften Betrieb des Notaufnahmelagers ein.

Derzeit wird das Camp gegen Süden um 16 Zelte erweitert. Aufgrund liefertechnischer Engpässe sind die Zelte zwar noch nicht eingetroffen, doch die Holzfußböden bereits zusammengeschraubt und die Wege mit Holzschnitzeln gebahnt. Wenn alle Zelte stehen, wird die Einrichtung eine Kapazität von rund 650 Plätzen haben. Die gestern angekündigten rund 100 Neuzugänge blieben heute aus, da im Flüchtlingszug aus Süden weit weniger Menschen saßen, als gedacht. Sie wurden in andere Unterkünfte gebracht.

 

(Quelle: Malteser-Pressestelle)