Gratulation an jesidische Preisträgerin des Vaclav-Havel-Preises

Die SPD-Bundestagsfraktion gratuliert der jesidischen Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad, die am 10. Oktober mit dem Vaclav-Havel-Preis ausgezeichnet wurde. Mit dem Preis der Parlamentarischen Versammlung des Europarates werden engagierte Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten gewürdigt.

Die irakische Jesidin Nadia Murad wurde vom Islamischen Staat mehrere Monate gefangen gehalten, gefoltert und sexuell missbraucht. Nach ihrer Befreiung ließ sie sich nicht einschüchtern, sondern setzte sich für die Menschenrechte in ihrer Heimatregion ein, insbesondere für Menschen, die gefoltert und sexuell missbraucht worden waren. Mit Nadia Murad hat die Jury eine würdige Preisträgerin ausgewählt. Zugleich macht sie auf die weiterhin dramatische menschenrechtliche und humanitäre Lage im Nahen Osten aufmerksam.

Die beiden anderen Kandidaten der Schlussrunde waren die serbische Journalistin Gordana Igric und das renommierte Internationale Institut für Menschenrechte – René Cassin Stiftung.

Gordana Igric ist Gründerin des Balkan Investigative Reporting Network und setzt sich unter schwierigen Bedingungen für einen unabhängigen Journalismus und die Aufklärung von Kriegsverbrechen während der Balkankriege in den Neunziger Jahren ein. Sie wurde von den sozialdemokratischen Mitgliedern der deutschen Delegation der Parlamentarischen Versammlung im Europarat vorgeschlagen. Ich freue mich, dass Gordana Igric in die engere Auswahl gekommen ist und ihre wichtige Arbeit anerkannt wird.