Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924 – 1933: Eine Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand vom 8. bis zum 18. April im Foyer des Rathauses Uelzen / Vernissage am 6. April um 11:30 Uhr

In Zusammenarbeit mit der Stadt Uelzen und auf Initiative der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann wird vom 8. Bis zum 18. April „Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924 – 1933: Eine Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand“ im Foyer des Rathauses Uelzen, Herzogenplatz 2 gezeigt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können am 6. April an einer kleinen Vernissage teilnehmen. Beginn ist um 11:30 Uhr, nach einer kurzen Begrüßung wird die Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann in einer einführenden Rede die Bedeutung der Arbeit des Reichsbanners beleuchten. Danach besteht Gelegenheit zum gemeinsamen Gang durch die Ausstellung und intensiven Austausch.

Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund der republikanischen Kriegsteilnehmer e.V. wird nach den schweren politischen Unruhen des Jahres 1923 als parteiübergreifende Organisation zum Schutz der Weimarer Republik gegründet. Anders als der Wehrverband Stahlhelm oder der Rote Frontkämpferbund engagieren sich seine Mitglieder nicht gegen, sondern für die noch junge deutsche Demokratie. Der Verband will eine demokratische und republikanische Staatsgesinnung in der Bevölkerung verankern. Erklärtes Ziel ist die Festigung der Republik und die Achtung der Verfassung. Schnell entwickelt sich das Reichsbanner zu einer Massenorganisation mit bis zu drei Millionen Mitgliedern. Nach dem Wahlerfolg der Nationalsozialisten 1930 verstärkt das Reichsbanner seinen Einsatz gegen die nationalsozialistische Gewalt und schließt sich Ende 1931 mit Gewerkschaften, SPD und Arbeitersportorganisationen zur Eisernen Front zusammen. Mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 ist die Niederlage der Republikaner besiegelt. Das Reichsbanner wird verboten, seine Aktivisten werden verfolgt, inhaftiert und ins Exil getrieben.

Auf 19 Themenbannern dokumentiert die Ausstellung mit ausdrucksstarken Fotos und Dokumenten den umfassenden Einsatz des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold für die demokratische Republik von Weimar. Sie macht deutlich, dass von einer „Republik ohne Republikaner“ nicht gesprochen werden kann. „Wir leben in einer Zeit, wo die Prediger einfacher Lösungen und autoritärer Strukturen wieder an Zuspruch gewinnen. Höchste Zeit, sich mit dem Ende der Weimarer Republik intensiv auseinander zu setzen,“ so Kirsten Lühmann.

Die Ausstellung ist bis zum 18. April im Rathausfoyer, Herzogenplatz 2, 29525 Uelzen während der Öffnungszeiten (Montag-Donnerstag 8.00 – 16.00 Freitag: 8.00 – 12:00 Uhr zu sehen. Eine kleine Vernissage mit einer Rede von Kirsten Lühmann ist für den 6. April um 11:30 Uhr vorgesehen. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.