Der 12. Februar ist der Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten.

Mit der Aktion Rote Hand haben auch wir Bundestagsabgeordnete gestern ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindern und Jugendlichen in Kriegen gesetzt.

In diesem Jahr liegt der Fokus auf der Situation von Mädchen, die weltweit in besonderer Weise von der Rekrutierung und dem Einsatz beim Militär oder in bewaffneten Gruppen betroffen sind. Die Formen des Einsatzes sind vielfältig und die negativen Auswirkungen auf das physische, psychische, soziale und emotionale Wohlbefinden, begleiten die Mädchen oftmals ein Leben lang.

Als Hintergrundinformation waren nach Schätzungen internationaler Hilfsorganisationen an den 2017 registrierten 31 Kriegen und bewaffneten Konflikten um die 250.000 Kinder und Jugendliche beteiligt. Allein im Südsudan sollen derzeit ca. 19.000 Kinder und Jugendliche unter Waffen stehen. Im Bürgerkrieg in Syrien werden von allen Seiten Minderjährige eingesetzt. Die Kampftruppen des „Islamischen Staates im Irak und Syrien“ (ISIS) rekrutieren systematisch Kinder und Jugendliche im In- und Ausland. Boko Haram in Nigeria oder die Al-Shabaab-Miliz in Somalia lassen Minderjährige für sich kämpfen. Im Jahr 2016 wurden Minderjährige in folgenden Ländern eingesetzt: Kolumbien, Mali, Nigeria, Libyen, Zentralafrikanische Republik, Sudan, Südsudan, Demokratische Republik Kongo, Somalia, Jemen, Syrien, Israel/Palästina, Libanon, Irak, Afghanistan, Pakistan, Indien, Myanmar, Thailand, Philippinen.

Einige von ihnen sind auch als Bürgerkriegsflüchtlinge nach Europa gekommen. Dazu habe ich mich mit Susann Rüthrich , unserer Vertreterin in der Kinderkommission, ausgetauscht.