Fachhochschulen für unsere Zukunft

Zahlreiche Präsidentinnen und Präsidenten der Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sind auf Einladung der SPD-Fraktion zur Konferenz in den Bundestag gekommen. Dabei ging es um die Zukunft der Hochschulen im Rahmen des Wissenschaftssystems, ihre Weiterentwicklung und was dabei für mehr Bildungsgerechtigkeit sowie durch Lehre und angewandte Forschung für die Innovationskraft getan werden muss.

Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften haben seit ihrer Gründung in den 60er-Jahren als Bildungsschwerpunkt der sozialliberalen Ära einen erstaunlichen Wandel vollzogen und betreuen heute rund eine Million Studierende. Vertieft wurde insbesondere die sozialdemokratische Idee der Bildungsgerechtigkeit, wonach unsere Gesellschaft ein niedrigschwelliges und qualitativ hochwertiges Bildungsangebot auf akademischen Niveau braucht. Diesen Anspruch erfüllen die Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften seit jeher, wie es die zuständige SPD-Berichterstatterin Daniela De Ridder auf der Konferenz plastisch veranschaulichte.

Mittelstand benötigt Fachkräfte aus angewandter Forschung

 

Einen Wandel haben die Fachhochschulen durch die gesellschaftlichen Herausforderungen und damit einhergehend die Felder der anwendungsorientierten Forschung und Lehre erfahren. Der demografische Wandel, Entwicklungsprozesse von Arbeit 4.0, Digitalisierung und Globalisierung haben uns vor neue Aufgaben gestellt, die es nun zu lösen gilt. Um Deutschlands starke Position in der globalen Weltgemeinschaft halten zu können, wird neben Aufstiegschancen durch Bildung insbesondere ein starker und innovativer Mittelstand benötigt. Dieser ist insbesondere auf qualifizierte Fachkräfte und die Möglichkeit zur angewandten Forschung angewiesen.

Der Vorsitzende der Hochschulrektorenkonferenz im Bereich Fachhochschulen, Karim Khakzar, benannte in seinem Vortrag die anstehenden Herausforderungen: Eine spürbar bessere Forschungsförderung und Konzepte zur Rekrutierung des professoralen Nachwuchses sind angesichts einer stetig wachsenden Studierendenzahl für die Hochschulen unerlässlich. So ist bis 2020 jede fünfte Professur neu zu besetzen, wobei es bereits jetzt schwierig ist, Nachwuchs zu gewinnen. Das hier ein Handlungsbedarf besteht, wurde auch durch die Empfehlung des Wissenschaftsrates im Oktober untermauert. Fachhochschulen benötigen eigene Karrierewege in die Professur, die es durch geeignete Maßnahmen zu unterstützen gilt.

Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich weiterhin für die Stärkung und Weiterentwicklung der Fachhochschulen in allen relevanten Feldern ein, wie es die Abgeordneten Daniela De Ridder und Oliver Kaczmarek abschließend in der Podiumsdiskussion betonten.