Friedens- und Konfliktforschung stärken

Angesichts der zunehmenden sicherheitspolitischen Herausforderungen fordern die Bundestagsfraktionen von SPD und CDU/CSU die Bundesregierung dazu auf, die Friedens- und Konfliktforschung noch gezielter zu fördern und ihre Ergebnisse stärker in die Arbeit der Bundesregierung und in gesellschaftliche Debatten einfließen zu lassen.

Darüber hinaus plädieren die Koalitionsfraktionen dafür, eine zeitnahe Evaluierung des Forschungsfelds in Auftrag zu geben. Dabei sollen alle relevanten deutschen Einrichtungen einbezogen werden. Und auch der internationale Austausch in der Friedens- und Konfliktforschung solle weiter befördert werden, heißt es im Antrag.

Die Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland leistet bereits seit Jahrzehnten wichtige Beiträge zur weltweiten Konfliktprävention und Friedenssicherung. „Diese wissenschaftliche Expertise ist für Regierung, Parlament und Gesellschaft unverzichtbar, um eine verantwortungsvolle Entscheidung finden zu können“, heißt es im gemeinsamen Koalitionsantrag. Denn trotz zahlreicher politischer Erfolge im Bereich der Konfliktbewältigung in den letzten Jahrzehnten benötige die Politik kontinuierlich neue bzw. fallspezifische wissenschaftliche Erkenntnisse zur friedlichen Krisen- und Gewaltprävention, Konfliktbearbeitung und Konfliktnachsorge.