Garten- und Landschaftsbau stärken

Der Bundestag hat den Antrag der Koalitionsfraktionen „Gartenbau und Garten- und Landschaftsbau als innovativen Wirtschaftszweig stärken und zukunftsfest machen“ debattiert.

Der Gartenbausektor ist mit einer Bruttowertschöpfung von rund 20 Milliarden Euro pro Jahr und einem Umsatz in Höhe von 78 Milliarden Euro ein wichtiger Wirtschaftszweig. Er umfasst die Produktion von Obst, Gemüse, Kräutern, Zierpflanzen und Gehölzen, die Friedhofs- und Einzelhandelsgärtnereien sowie den Garten- und Landschaftsbau.

Gartenbaubetriebe sind hauptsächlich klein- und mittelständisch strukturiert, in der gesamten Wertschöpfungskette arbeiten fast 700.000 Menschen. Jährlich bietet der Gartenbau über 13.000 jungen Menschen einen Ausbildungsplatz. Der Gartenbausektor in Deutschland steht vor vielfältigen Herausforderungen. Dabei spielt vor allem die ressourcenschonende Produktion eine wichtige Rolle. Durch teilweisen Verzicht auf Torfsubstrate und energieeffizientere Gewächshäuser leistet der Sektor einen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel.

Kreative Antworten erfordern auch die Strukturveränderung in den Handelsbeziehungen. In einem gemeinsamen Antrag fordern die Fraktionen von SPD und CDU/CSU die Bundesregierung u. a. auf, Erzeugnisse aus konventioneller Zucht und alle im Wesentlichen biologischen Verfahren von der Patentierbarkeit weiterhin auszuschließen und darauf hinzuwirken, dass die EU in ihrem Patentrecht für Pflanzen- und Tierzucht nach wie vor das Züchterprivileg anwendet. Darüber hinaus soll auf der Grundlage von städtebaulichen Entwicklungskonzepten die Grünausstattung, -erreichbarkeit und -pflege in den Städten nachhaltig verbessert werden.