Mehr Innovationskraft für kleine und mittlere Unternehmen

Wie gut es uns in Deutschland geht, hängt maßgeblich davon ab, wie gut es uns gelingt, innovative Ideen zu verwirklichen. Es geht darum, zukunftsfähige Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Zu diesen Herausforderungen gehören die Alterung der Gesellschaft, die Sicherung einer nachhaltigen und bezahlbaren Energieversorgung und die immer schneller werdende Digitalisierung aller Lebensbereiche.

Es sind also Spitzenleistungen in der Bildung, Forschung, Wirtschaft und Technologie gefragt. Die Frage ist: Wie kann das am besten gelingen? Naheliegend ist, das Unternehmen in diese Bereiche investieren. Vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind Innovationen für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland besonders wichtig. Denn solche Unternehmen bilden das wirtschaftliche und beschäftigungspolitische Rückgrat des Standorts Deutschland.

Es bedarf auch mehr innovativer Startups, um auch künftig als Exportnation auf dem Weltmarkt erfolgreich sein zu können. Die Zahl junger nachwachsender Unternehmen ist allerdings in Deutschland noch stark ausbaufähig.

Das Problem dabei: Die Innovationsausgaben der KMU unter 500 Beschäftigte verharren seit Jahren. Als wesentliche Ursachen gelten – neben einem zunehmenden Fachkräftemangel – rückläufige Gründerquoten, fehlende finanzielle Ressourcen inklusive Wagniskapital, aber auch die wachsende Komplexität von Innovationen, die oft nur noch in Kooperation bewältigt werden können.

Antrag der Koalitionsfraktionen

 

Hier setzt ein Antrag der Koalitionsfraktionen an, den der Bundestag am Donnerstag diskutiert hat (Drs. 18/11594). Sein Hauptanliegen ist es, die Forschungstätigkeit und Forschungsinvestitionen in kleinen und mittleren Unternehmen zu erhöhen. Das bisherige Ziel, dass drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung fließen, wird auf ein neues Ziel von 3,5 Prozent erhöht.

Dazu soll eine Erhöhung der Forschungsförderprogramme der Bundesregierung beitragen; insbesondere die Mittel für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand ZIM und die Industrielle Gemeinschaftsforschung IGF sollen aufgestockt werden.

Wichtig war für die SPD-Fraktion auch, dass die Förderung sozialer Innovationen in die Vor-lage aufgenommen wurde. Schließlich fordert der Antrag die Bundesregierung auf, ein Konzept für eine steuerliche Forschungsförderung vorzulegen, von der insbesondere kleine und mittlere Unternehmen profitieren. Dabei handelt es sich um einen Kompromiss – die Sozialdemokraten hatten zuvor einen steuerlichen Forschungsbonus gefordert.

Mit dem Antrag der Koalitionsfraktionen werden übrigens Teilergebnisse der Projektarbeits-gruppe #NeueErfolge umgesetzt.