Newsletter 4/2017

Liebe Freunde und Freundinnen,

Der März steht mit dem Internationalen Frauentag am 8. März und dem Equal Pay Day am 18. März ganz im Zeichen der Gleichberechtigung der Frau. Vor über 100 Jahren schlugen Clara Zetkin und Käte Duncker, Politikerinnen aber vor allem auch einflussreiche Feministinnen, die Einrichtung eines Weltfrauentages vor. Ein Jahr später gingen zum ersten Mal Frauen auf die Straße, um sich für die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland und politische Mitbestimmung stark zu machen. Seitdem haben wir viel geschafft – aber trotzdem ist der Weltfrauentag nach wie vor enorm wichtig! An diesem Tag richtet sich die Aufmerksamkeit darauf, dass Frauen in vielen Bereichen des Lebens in vielen Ländern der Welt immer noch benachteiligt, marginalisiert oder unterdrückt sind.

Beispielsweise steht Gewalt an Frauen in Deutschland unverändert an der Tagesordnung. Häufig findet sie im Verborgenen statt, Frauen bringen Straftaten aus Scham viel zu häufig nicht zur Anzeige. Oftmals fehlen ihnen auch Vorbilder, die zeigen: es gibt einen Ausweg! Unabhängigkeit ist möglich!
Am diesjährigen Frauentag hat das deutsche Bundeskabinett die Ratifikation des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt – der sogenannten Istanbul-Konvention – beschlossen. Damit setzt die Bundesregierung ein dringend notwendiges Zeichen für den umfassenden Schutz von Frauen gegen Gewalt. Zweck des Übereinkommens ist es, Frauen vor allen Formen von Gewalt zu schützen und Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt zu verhüten, zu verfolgen und zu beseitigen, heißt es dort. Die Konvention verpflichtet die Vertragsstaaten, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen um Straftaten wie psychische, körperliche und sexuelle Gewalt, Genitalverstümmelung, Zwangsheirat, erzwungene Abtreibung und Sterilisation zu verhindern beziehungsweise zu verfolgen.

Der Kabinettsbeschluss am Weltfrauentag ist ein Signal an Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt sind, dass sie nicht alleine stehen, sondern dass Menschen an ihrer Seite stehen und dass es einen Ausweg gibt.

 

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